madless
#114 Dann mal los (Bayernkaserne)
Autor:

Gleich geht der Thriller los zur
Eroberung einer friedlichen und
ökumenischen Galaxis, Geschrei
und Blut hinter sich, auf dem Weg
in eine Welt der inszenatorischen
Bühnenshows, bei denen die

Einheimischen auf ihren Karbon-
Fahrrädern mit spektakulären
Drohgebärden-Effekten in ihre Agenturen
und Showrooms flitzen, während es
an allen Ecken nach Enzian und
Rotation von sexy Sirenen riecht

und ein luxstarkes grand spectacle
blendet, im Feld der unbezwingbaren
Idee gefolgt, dass hier Leben besser
wird, stammelnde und zerschossene
Kindheit hinter sich, wann kommt endlich
die Zeit sich auszuruhen, gerissene

Medien delektieren sich an vollkommenen
Kopfsprüngen der Verzweiflung ins Mittelmeer
und der gefräßige Mund des zahnverfaulten
Europas ahnt seinen Status der
Ikonizität bald abgeben zu müssen,
unerbittliche Abstiege beobachten böse Charons

mit höhnischen Grinsen, wer hier abtaucht
wird eher vergiftet als ein unverwundbarer Achill,
die Festlandankunft hat noch nicht mal
Paul McCarthy mit seinen “Frankenstein-
Charme-Tabloids” wachgerufen, was
vorher als schläfrige Brandung an den

Küsten anschlug und nur manchmal die
prall genährten Ichs der Sorglosigkeit in
ihrer hegemonialen Abgrenzung anstupste,
setzt nun Agglomeration von chaotischer
Weltordnung in Gang – spannend wird der
Tanz ums goldene alte Kalb des Kapitalismus.

Gleich geht der Thriller los zur
Eroberung einer friedlichen und
ökumenischen Galaxis, Geschrei
und Blut hinter sich, auf dem Weg
in eine Welt der inszenatorischen
Bühnenshows, bei denen die

Einheimischen auf ihren Karbon-
Fahrrädern mit spektakulären
Drohgebärden-Effekten in ihre Agenturen
und Showrooms flitzen, während es
an allen Ecken nach Enzian und
Rotation von sexy Sirenen riecht

und ein luxstarkes grand spectacle
blendet, im Feld der unbezwingbaren
Idee gefolgt, dass hier Leben besser
wird, stammelnde und zerschossene
Kindheit hinter sich, wann kommt endlich
die Zeit sich auszuruhen, gerissene

Medien delektieren sich an vollkommenen
Kopfsprüngen der Verzweiflung ins Mittelmeer
und der gefräßige Mund des zahnverfaulten
Europas ahnt seinen Status der
Ikonizität bald abgeben zu müssen,
unerbittliche Abstiege beobachten böse Charons

mit höhnischen Grinsen, wer hier abtaucht
wird eher vergiftet als ein unverwundbarer Achill,
die Festlandankunft hat noch nicht mal
Paul McCarthy mit seinen “Frankenstein-
Charme-Tabloids” wachgerufen, was
vorher als schläfrige Brandung an den

Küsten anschlug und nur manchmal die
prall genährten Ichs der Sorglosigkeit in
ihrer hegemonialen Abgrenzung anstupste,
setzt nun Agglomeration von chaotischer
Weltordnung in Gang – spannend wird der
Tanz ums goldene alte Kalb des Kapitalismus.

Impressum