madless
#136 Verlust
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Guter Willen wird mit
Tranquilizer-Rock bearbeitet,
habituelle Anpassung
soweit es notwendig ist,
mühsam gemeinsamen
Obsessionen huldigen,

die Zeit der freiwillig
auferlegten Selbstdisziplinierungsmaßnahmen
ist vorbei, wieder Bier
trinken und Wiederanknüpfen
an alte Zeiten, mit Verve
Ablehnung praktizieren,

nur nicht aus dem Tritt kommen,
um sich selbst zu entschädigen
im Bett entschlossen gähnen,
andere remastern ihr Gequengel,
so einfach nur liegen und
ermüden, Emanzipationsnarrativ,

dessen Potenzial so lang
bis zum Verlust und Gehen
ausreicht, provokative Gesten,
die eher wie ein zum Dogma
gesponnener Fetisch
daher kommen, das wird

alles nicht mehr schwülstig
werden, und ein paar
Pseudogefühle hauchen
doch nur noch Befreiung aus,
man wird sich Sterilität
und Kälte geben und die

gelungenen Winkelzüge
des Miteinanders als
Bewusstsein abtun, das im
Unterbewusstsein von RTL
gefoltert wurde, als Kybernetiker
untersucht man die Bindungsfähigkeit demnächst.

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