madless
#27 In Luftpfützen stochernd
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Auf der Kopfhaut erzählen
rote Flecken von Sonnenbrand,
an der Glyptothek wo die
frühgriechischen Jünglinge den
Satyr noch nicht ausspielen und
wie von selbst als Apollon zu

Standfiguren mit ihrer angemessenen
Großspurigkeit der TU-Immatrikulation
exponieren, vollbusige Touristinnen
suchen nach den Äpfeln der Hesperiden
und die Luxus-Kosmetik hält nie was sie
verspricht, an der Stirn klammern sich

der Botox-Picks, etwas mehr Tod als vom
biblischen Schöpfungsverständnis
übrig geblieben ist, Frätzchen mit
gespreizten  Beinchen in den Büschen
mitten im Prozess der Selbstvervollkommnung,
kultivierte Selbstüberschätzung die

ein paar Glückseligkeiten aufspart,
schwankende Grundlage auf dem
Lippenstift der nach multiple choice
zu den Körperskulpturen in den
Nischen sich hinkräuselt,
Treueschwüre sind bei derzeitiger

Angebotsvielfalt von „like it“ nur
noch überflüssige Naturausstattung
die zu Urzeiten mal vorgesehen war,
doch nur Begründungslasten,
nah am Mund und fern des Herzens,
wäre ein Mikrofon dabei, zeichnete

es die Ungeduld und die  größte
Unordnung der Partikel auf, der
Zustand des Universums ungehalten
wie auf Crack, dazu mäandern sich
Worte zu den Wolken entlang,
erleichtert über Luftpfützen schwebend.

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