madless
#41 An den Fäden ihrer Schummeleien hängt sie
Autor:

Herummogeln um die Kraftfelder,
die einen in die Arbeitswelt winken,
jeder Tag ein neuer Aufguss, der
sich am Programm zur Unsterblichkeit
abarbeitet, dabei mit Begriffen rauscht,
die heimatlos herumirren und keiner

nimmt sie auf, kentern wie das Floß
der Medusa, oder im Schatten von
Lampedusa. Verharren mit trägen
Gemüt, Entsetzen bleicht Augkapseln
aus, schneller, schneller, was für eine
Unverschämtheit immer mit derselben

Person verheiratet zu sein, rasender
Stillstand flegelt sich heran, formelle
Blender die Lebensmanöver digital
sauber verwalten und maulfaul ihrer
Alten die SUV-Tür aufhalten, die über
ihre Auftragsrückgänge als Saftschubse,

Masseuse, Grafikerin klagt,
wenn er wieder den Rappel hat,
legt er 70er-Jahre-Make up auf und lässt
sich mit dem Aufriss aus der Sex-Reisegruppe
gehen, dort wo mythische Orte blinken,
schwitzt er sich frei in seinen badlands,

sie, steril dürr singt sie ein Lob auf ihren
fettfreien Körper, lactosefrei kotzt sie
sich mit Spitzen an den unschuldig klugen
Geistesgegenwärtigen frei, unberechenbare
Risiken werden mit knatternden Lachen,
wie es die Huppert nicht mal in ihren

bösesten Rollen intoniert, weggeballert,
so sitzt sie verkniffen da als abhängiges
Element ihres Alten – ein Lob der Torheit
auf ihn – ihre Figur recycelt sie mit teuren Sprit,
er durchschaut ihre Schummeleien, respektlos
fordert er ein: Zieh Dich endlich aus, ohne fein, fein.

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