
Womöglich sägte der Minimalist
Donald Judd die Röhren in seiner
kreativen Unbeherrschtheit aus,
die Midlife-Crisis packte ihn evtl.
jämmerlich, die haltende Kette der
Zuversicht riss, und statt Planquadratwendete er den herkömmlichen
Materialbegriff, und aus dem schnur-
geraden Verlauf des Metallschlauches
wand sich die raumeinnehmende Installation,
zerfließendes Objekt, und als gebogenes
Schmuckstück entlockt sie dem Raum derEitelkeiten kühle poetische Funken
Die Diva in Metall suggeriert
die Bedingung, dass anderes wertvoll
sein muss, doch die Leerstelle zwischen dem
Salvador-Dalí-Imitat-Konstrukt und den
kessen Flitzern, Familienkutschen oderLudertransportboxen für einen „broken
King“ oder dem Goldschürfschnöseln,
die sich auch im Fahrtwind ein Stück von
der Sonne runterreißen, reißt die
glänzende starre Existenz an sich und
die abgeschnittenen Röhren womöglichein parapsychologisches Phänomen,
aus dem während der hochschweiß-
treibenden Kfz-Finanzierungsphase
schnucklige Engel springen und als
surrealistische Kräfte die Leasingverträge
außer Kraft setzen und im verborgenenInnenleben sich umprogrammieren und
als langsam drehende Meteoriten
in das Weltall schweben; Stanley Kubrick
hängt an seinem täglichen Rotweinfässchen,
kommunikative Fernwirkung bespiegelt
lustvoll das grimassenziehende Kfz-Begehr.