
Schnell auf den Urlaubszug springen,
überprüfen was der Schein verheißt,
so mancher Strand-Goldschmuck
billiger Tand, die einprasselnden
Internet-Angebote mit Gutgläubigkeit
beschrieben, die doch nur den bösenGeist des Silen überbringen und Jubelgeschrei
nur am Candy-Buffett all inclusive,
nicht jedem ist lebhaftes Interesse
an einem zwecklosen Aufenthalt als
frischer Don Quijote gegeben und
glorreiche Urlaubsniederlagen pflegennur Anwälten ein Vergnügen mit
honorierten Schriftsätzen zu sein,
die fahrenden Gesellen der verordneten
Urlaubspracht blicken stumpf auf ihre
leeren Taten, bevor sie im festlichen
Gewand als Neidfalle verkniffenerDaheimgebliebene abgelegt werden,
so nehmen viele am Midasmahl
teil, der Goldstaub in Hotels schmeckt
doch nicht so gelungen wie der
Wurstsalat daheim, lustvoller emotionaler
Vermögenserwerb steht ganz obenauf den to-do-Listen, doch bald stören
dann doch die wulstigen Lippen und
erinnert sich der bequemen tropischen
Träume in der etwas verwelkten
„Undosa“-Bar am Starnberger See,
mancher Urlaub wirkt nüchternwie Ed Ruschas formalisierte
Palmenbilder, die mit morbiden Charme
gepflanzt wurden, so übersteigern sich
grotesk die Urlaubserwartungen,
vergnügt hört man ein Pfeifen aus
dem Perlacher Forst „It’s a mad mad world“.