
Dachte man im Kettenkarussell zu sitzen,
mit bunten Brimborium, Pferdchen,
Schleifchen, doch die postmoderne Kälte
packte ihre eindrucksvolle Peitsche aus,
motorisch ein wenig ungeschickt gelingt
der Realitätswechsel nicht wo man mitFred Astaire heiter beschwingt durch den
Regen tanzt, die Belle Epoque schon
lang ausfantasiert, irgendwo schwingt
eine Soul-Diseuse ihre starsüchtigen
Rumba-Hüften, provoziert distanzlose
Blicke auf alle ihre Körperteile. Endokrinologenhalten an der Zwangsstörung fest,
Hormone geraten Huckepack in Streit,
verteilen sich an bedeutungslose Orte,
zu den Lebenskünstlern die in der
Warteschleife um Maschinen einen
weiten Bogen drehen, fällt einen nochnicht mal eine Ballade ein,
speziell getaktete Hormone
suchen ihr Publikum, hinterlassen
ihre Spuren des gescheiterten Flirts im
Alltag, Läsionen auf verkrusteten
Gefühlen, aus denen sich kleine Wanzenherausschälen, munter zur
Peepshow sich arrangieren, wahre
Vergnügungsparks aus denen Walt Disneys
Studios Getier mit Tattoos und gekreuzten
Knochen erfinden, die auch bombastischen
Katzen Schauer über das Fell klimpern,im Hintergrund die treuen ausgesonderten
Mitarbeiter, deren Arbeitseinsatz schon
lang vor der Rente versiegt wie der
Balchaschsee ist, am Schleudersitz
lernen sie, dass für Entspannung soviel
Disziplin wie für Arbeit notwendig ist.